Abschied, letzter Teil

Dienstag, 07.01.2014
02.01.
Unser letzter Tag gestaltet sich unspektakulär. Beim Abschied von Amelie fließen selbstverständlich wieder Tränen, wenn auch sehr kurz. Auch mir steckt ein ziemlicher Klos im Hals, der Urlaub hätte gerne noch ein paar Jahre dauern dürfen.
Vom sehr anstrengenden Flug gibt es wenig Aufregendes zu berichten. Ruby und David holen uns nach rund 30 Stunden in Bremen ab.
Zum Abschluss möchte ich, auf Grund einiger Nachfragen, das Missverständnis über den Titel unseres Blogs klären:
"Der Fette" ist natürlich überhaupt nicht fett im konservativ sprachlichen Sinn, also dickleibig.. Im Gegenteil, der morgendliche Blick in den Ganzkösperspiegel erfüllt ihn täglich neu mit Freude und unsagbarem Stolz über diesen scheinbar unverwüstlichen, dem biblischen Alter trotzenden Körper! Die neidischen Blicke der vielen männlichen jungen Strandbesucher allerorts und die gierigen der Damenwelt sprachen auch im Urlaub wieder Bände!
Im "Jugendsprache" genannten, modernen Slang der jungen Menschen bedeutet "fett":
... (wird) ... verwendet, um auszudrücken, dass jmd. oder etwas als sehr positiv eingeschätzt wird. "Mann, die neue CD ist echt fett!", "Die Fete war voll fett". (Quelle: http://de.thefreedictionary.com)
Genau so wenig ist "die Böse" in Wirklichkeit natürlich böse. Sie ist, und war es nicht nur auf dieser Reise, die wunderbarste Frau auf der Welt für mich!
Danke, Antje, für jeden Moment mit Dir, für jeden gemeinsamen Tag, für jedes Essen, Glas Wein, für all die gemeinsamen Sonnenauf- und -untergänge, für deinen Humor und deine Liebe!

Vielen Dank auch an die vielen Leser und Kommentatoren des Blogs für die Aufmerksamkeit!
Der Fette

Meine persönliche Top Ten der besuchten Orte

Donnerstag, 02.01.2014
10. Albury. Der Ort an der Grenze zum Out-Back hat vieles, was man braucht. Jedoch kein Meer, keine richtigen Berge. Vor Allem war es uns einfach Scheißen-heiß!,



9. Nimbin. Eigentlich sehr witzig und vor Allem sehr abgefahren. Die Lage im Hinterland und die Landschaft auch wirklich traumhaft. Aber die Hippie- und Kifferstadt hat sich eben auch von der hässlichen Seite gezeigt. Leute, die 40 Jahre kiffen, werden nicht attraktiver und verlieren eine Menge ihrer Originalität.



8. Brisbane. Eine traumhafte, aufstrebende Großstadt, die sich in 20 Jahren völlig erneuert hat. Aus knapp 400.000 Menschen wurden in dieser Zeit 1.200.000. insgesamt für mich zu glatt, zu geschliffen, zu neu. Wenn auch das Umfeld und das Klima neidisch macht: im Winter kaum unter 20 Grad, im Sommer selten über 30.



7. Fraser Island. Vorher eigentlich mein Favorit. Landschaftlich auch ganz weit vorne. Allerdings sollte man aufpassen, dass der Massen-4Wd-Tourismus nicht noch mehr übertrieben wird. Für eine bessere Platzierung war auch das Wetter zu schlecht.



6. Sydney. Noch ein Favorit. Traumhaft schön. Die Schiffs-Anfahrt in den Hafen bei Dunkelheit und Vollmond mit erleuchteter Brücke und angestrahlter Oper waren ein absolutes Highlight unsere Tour und lassen mir abwechselnd Tränen in die Augen und Schauer über den Rücken Laufen.
Aber die folgenden haben mir noch besser gefallen!



5. Melbourne. Alte Heimat, die sich ähnlich wie Brisbane unglaublich vergrößert hat. Der Innenstadt-Wolkenkratzer-Bereich ist nicht schöner geworden. Die Stadt zehrt von sehr lieben Menschen, den riesigen Parks, der Vielfalt der Kultur und der Kulturen. Von den schicken Strassencafes in Prahran und St.Kilda...



4. Bellingen. Geheimtipp im Regenwald New South Wales'. Leider waren wir nur eine kurze Zeit da. In solch einem Ort möchte man seinen Ruhestand angehen. Ganz ruhige, gepflegte Atmosphäre. Ländlich-ökologisch geprägt. Einheimische Früchte wie Mangos, Bananen und Rinder prägen die Shops. Ich denke, hier kann man auch ohne I-Phone, Facebook und Laptop hervorrgend Leben.



3. Port Fairy. Letzteres kann man ohne Zweifel auch von unserem Weihnachts-Ort sagen. Selbst die angeblich ausgebuchte Hauptferienzeit war dermaßen ruhig, dass uns dafür das Verständnis fehlte. Eines der eindrucksvollsten Erlebnisse war am Heiligabend. Matthis stellte fest, dass die Dusche nicht mehr ablief. Nachdem wir alles versucht hatten, den Schaden selbst zu reparieren, wir jedoch kein Werkzeug fanden, beschlossen wir den schräg gegenüberliegenden Nachbarn nach einem Gummipröppel zu Fragen. Dieser war nicht nur in einer Familienparty mit ca.15 Leuten, er hatte auch keinen Pröppel.
Er versprach jedoch, sich um die Sache zu kümmern. Ca. 20 Minuten später Stander mit dem gesuchten Werkzeug und einer gekühlten Flasche Sekt in der Tür und wünschte "Merry Christmas".




2. Byron Bay. Einfach cool, diese Kombination zwischen Easy Living und Kommerz. Die Hippies und die Surfer, die Boutiquen, Strassenmusiker und Kunsthandwerker, oberaffentittengeil! Dazu der Strand, die Wellen... Kaum zu toppen...



1. Cockatoo. Mutet seltsam an, dass dieses richtig verschlafene Kaff mein Herz so erobert hat. Und das liegt nicht nur an der unglaublichen Gastfreundschaft unserer Freunde Wendy und Phil. Hier kommst du zurück zu deinem Ursprung. Ruhe, Gelassenheit, Entspannung...
Kein Meer, nur eine Kneipe, miserable Internet- und Telefonverbindung. Das geht dir am A.... vorbei

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Meine persönliche Top Ten der Tiere Down Under

Donnerstag, 02.01.2014
Ich beschränke mich auf Tiere, die uns begegnet sind.

10. Moskitos (die stechen fies!)

9. Sandfly (leben in Strandnähe. Stechen nicht wirklich, verursachen aber Haut-Irritationen, und wenn man kratzt, entzündet sich das. Und glaubt mir: JEDER kratzt!)


8. Blowfly (überall anzutreffen. Nervt einfach nur. Eine davon war ganz besonders hartnäckig und hat mich vom ersten bis zum letzten Tag tyrannisiert. Sie hatte die fixe Idee, mir ins rechte Ohr zu fliegen. Dafür ist sie mir fast 5.500km von Brisbane nach Melbourne gefolgt, wurde jedoch penetrant von meinen buschigen Ohrhaaren gebremst!)


7. Phil's Schlangen. Sehr hübsche Tiere, die auch überhaupt nicht aufdringlich erschienen. Unsere gewisse Unsicherheit verhindert eine höhere Platzierung.


6. Känguruh. Als Wappentier muss das Roo einfach in die Top Ten. Auch wenn es meistens einfach nur blöd glotzt. Außerdem hat es Antje sehr lecker geschmeckt! (Schäm dich, Skippy zu Essen!)


5. die bunte Vogelwelt. Vom Geschrei abgesehen, sind die Kakadus natürlich prächtige Tiere. Den schönsten Gesang für meinen Geschmack liefert der Kookaburra ab, der auch bei der Frisur ganz vorne liegt!


4. Wendy's Pferde. Einfach schön anzusehen. Der perfekte Pferde-Lebensraum lässt die Tiere unglaublich entspannt erscheinen. Amelie hatte ihre Freude daran!


3. Delfine. Unglaublich mit welchem Zutrauen sie sich in menschliche Nähe begeben.


2. Koala. Seine gelassene Einstellung und sein kuscheliges Aussehen..., einfach süß!


1. Buddha, der tanzende Hund. Von der ersten Sekunde an ein echter Freund. Ich werde ihn maximal vermissen!


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Natürlich bleiben viele Tiere hier unerwähnt. Auch die Flughunde oder der Echidna hätten Beachtung verdient. Gerne hätte ich auch die Lieblingstiere Wombat und Platypus gewählt. Die haben sich jedoch leider nicht gezeigt.

Baby, Baby, es gibt Reis!

Donnerstag, 02.01.2014
01.01.
Amelie kann leider nicht, wie vereinbart, um 15:30 zum Treffpunkt kommen. Die Party war zu hart. Gibt uns die Chance, unser Mittagsschläfchen etwas zu verlängern. Gut so!

Auch Panthea, Teresa und Matthis schauen sehr angeschlagen aus, als wir sie um 17:30 Uhr in einem Café treffen. Die sehr international besetzte Party wurde offensichtlich erst beendet, als in jedem Teil der Erde das neue Jahr begonnen hatte!

In unserem ausgesuchten China-Restaurant geht es lustig zu. Die Hierarchie unter den Kellnern wird nach wenigen Augenblicken deutlich. Chefkellner in schwarzen Anzügen befehligen die Hilfs-Sherifs. Diese falten alle paar Minuten die Tellerschlepper zusammen.
An den nebenliegenden Tischen fast ausschließlich Einheimische, also Asiaten. Zwei Gruppen, jeweils ca. 15 Menschen, lassen richtig auftischen! Die Hummer und Fische werden lebend aus den Aquarien gefischt und, immer noch zappelnd an den Tischen präsentiert. Anschließend geht es zur Zubereitung in die Küche.
Die Tischbalken biegen sich und die mit-Gäste scheren sich einen Dreck um Tischmanieren. Es wird gerülpst und gefurzt, was das Zeug hält. Das gilt in China als vornehmes Lob für die Kochkunst der Gastgeber.

Wir überschätzen unseren Appetit mal wieder und entscheiden uns für ein ungefähr 15-gängiges Menue. Genau kann ich das nicht mehr sagen, habe bei 7 aufgehört zu zählen.
Oberlecker! Gerade als ich anfange, Hoffnung zu hegen, dass die Zeremonie zu Ende ist und die Rechnung bestellen will, kommt der vielgescholtene Unter-Unterkellner auch noch mit dem Nachtisch an.
Da passiert es: seit nunmehr über 11 Jahren kenne ich meine Amelie. Doch heute, am 01.01.2013 lässt sie zum ersten Mal eine Süßspeise fast unberührt zurück gehen. Ich glaube, sie droht zu platzen!
Der Abschied bei der Trennung ist schon wieder mit Tränen verbunden, obwohl wir uns am nächsten Morgen bereits wieder sehen.
Heulsusen.

Melbourne an Neujahr

Donnerstag, 02.01.2014
Sollte ich mich in einem der letzten Blogs negativ über Melbourne geäußert haben, nehme ich das zurück und behaupte das Gegenteil. Eine wunderbare, cosmopolitische, entspannte und liebenswürdige Stadt mit einem unglaublichen kulturellen Angebot!

Katerfrühstück in einem mexikanischen Restaurant. Antje bestellt mutig einen scharfen Burger. Ob sie sich das gut überlegt hat? Das Wort "scharf" hat für die Azteken eine etwas andere Bedeutung als für sensible Mitteleuropäer. Natürlich kann ich da nicht mit einem milden Frühstück kontern und bestelle ebenfalls die "Hot-" Variante. Antje weint schon wieder. Diesmal allerdings auf Grund der Chillischoten. Ich, ganz Mann, komme ohne Tränen durch. Allerdings kann ich noch 4 Stunden später den Weg des Hühnchens durch meine Speiseröhre genau nachvollziehen, so teuflisch brennt der Vogel nach!
Nach ausgedehntem Spaziergang durch die wunderbaren Parks von Melbourne streunen wir noch ein wenig durch die schon erstaunlich belebte City.
Um den Innenstadtring fährt im 10-Minuten-Takt kostenlos eine historische Straßenbahn. Wofür wir in Berlin, München oder Köln 30€ pro Person für einen Bus bezahlen, sehen die stolzen Aussies dies wohl als Service für die Touries. Bei einem Abstecher nach Chinatown legen wir uns schon mal auf die asiatische Küche für unser Abschiedsessen fest. Noch ein Bierchen im englischen Pub und ab in die Heia zum Mittagsschlaf.

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Silvester mal ganz anders

Mittwoch, 01.01.2014
31.12.
Bereits auf dem Weg zum Ufer des Yarra fällt uns die mehr als entspannte Stimmung der Menschen auf. Sehr viele Familien sind auf dem Weg in die City.
Der öffentliche Nahverkehr ist für alle Menschen kostenlos, im gesamten Großraum Melbourne.

Nach einem kurzen Spaziergang über die Brücke des Flusses setzen wir uns zu einem gemütlichen Glas Wein in eine der wenigen Alkohol-Oasen nieder. Bis auf geschlossene Gesellschaften ist die gesamte Innenstadt an diesem Abend alkoholfrei. Das tut der Stimmung keinen Abbruch. In den Parks, auf den Wiesen, selbst auf den Gehwegen werden Picknicks veranstaltet.

Kurz vor 12 treffen wir Amelie und Teresa, die mit einer Truppe italienischer, belgischer und koreanischer Herkunft ins neue Jahr feiern wollen.
Schon wieder Tränen, als dieses gigantische Feuerwerk gezündet wird.
Warum heulen Mädchen eigentlich ständig?
Das Feuerwerk wird ausschließlich von den umliegenden Wolkenkratzern gezündet.
Privaten Böllerverkauf gibt es hier nicht. Das ist gut so, man kann sich viel besser auf die Raketen konzentrieren, wenn man sie nicht selbst zünden muss. Außerdem wäre das auf Grund der permanenten Bushfire-Gefahr ziemlich unvernünftig.
Ist mächtig beeindruckend, das ganze Schauspiel, selbst für sturmerprobte Schwarzwälder.
Nach dem Feuerwerk ziehen wir uns zurück, um den Abend in aller Stille bei einem weiteren Chardonnay ausklingen zu lassen. Amelie zieht weiter, das hätten wir in ihrem Alter wohl auch so gemacht.
Als wir im Hotel ankommen, wird auch hier die zweite Runde eingeläutet. Die ersten Party-animals haben ihre Beute eingefahren und wollen die Trophäen sichern.....

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Melbourne am 31.12.2013

Mittwoch, 01.01.2014
Das Hotel Mint ist ganz gut. Wir fragen uns allerdings, warum die 200 Dollar Kaution haben wollen. Nach dem verkürzten Mittagsschlaf wird uns das klar. Stellt euch das so vor: alle Zimmer haben einen kleinen Balkon. Gegenüberliegend ist ein Geschäftshaus mit verspiegelter Fassade. Wir sehen durch die Spiegel auf alle Balkone.
Das ist sehr lustig.
Spannend auch.
Viele junge Leute in 2er, 4-er oder 6-er Gruppen bevölkern die Zimmer und Appartements. Die hauen sich schon Nachmittags mächtig einen in die Glatze und singen und tanzen dazu. Wir sind live dabei.

Wir fragen uns, wie die den Abend durchstehen wollen. Auf jeden Fall können wir uns bildlich den Grund für die Kautionsforderung vorstellen.

Als die Spannerei beginnt, langweilig zu werden, bewegen wir uns zu einem nahegelegenen Italiener, um uns gebührlich Richtung Neujahr zu bewegen. Antje lässt sich auf ein Känguruh-Steak ein. Sehr lecker! Ich bleibe beim Mainstream und begnüge mich mit Pizza.

Abschied Teil 1

Mittwoch, 01.01.2014
Der Abschied von Wendy, Phil und Buddha fällt uns sehr schwer, Tränen flIessen. Wir besuchen Phil und Wendy nochmals in der Druckerei und gehen anschließend ins Westfield Shopping Center, gefühlt so groß wie Niedersachsen. Ich kleide mich stylisch für den großen Silvester-Abend ein, würde geschätzt als 28-jähriger durchgehen. Antje ist schwer zu überreden, sich durch hippe Kleidung noch mehr zu verjüngen. Kein Wunder, sie hat das auch nicht nötig. Amelie sowieso nicht.
Anschließend bringen wir Amelie zu ihrer Freundin Teresa aus Helle bei Bad Zwischenahn. Diese ist in Melbourne Süd bei einem Bekannten untergebracht und hütet das Haus in dessen Abwesenheit. Au weia, sein positives Denken möchte ich haben!
Schließlich beziehen wir ein selbsternanntes 4,5 Sterne Hotel in der City, wo wir die letzten 2 Nächte verbringen wollen.
Mittagsschlaf!!!

Cockatoo

Montag, 30.12.2013
30.12.
Cockatoo (Deutsch: Kakadu) ist ein kleines, ruhiges Bergdörfchen in den Dandenongs und trägt seinen Namen nicht zu Unrecht. Hunderte dieser federprächtigen Tiere bevölkern die umliegenden Eukalyptuswälderr. Jeden Morgen wecken Sie uns mit ihrem grauenhaften Geschrei. Ich hab den Eindruck: je prächtiger das Gefieder desto hässlicher der Gesang.
Neben den blauen, roten und grünen Rosellas sind mir die Kookaburras (laughing Jack, also lachender Hans) die Liebsten. Ihr Gesang ist wirklich wie ein Gelächter zu verstehen. Manchmal meint man auch, eine Art Affengeschrei dahinter zu vermuten. Hört mal hier:
http://m.youtube.com/watch?v=S0ZbykXlg6Q&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DS0ZbykXlg6Q
Nicht nur die Tierwelt ist so beeindruckend. Die Gastfreundschaft der Menschen ist unglaublich. Nachdem ich am Tag Phil's Druckerei besichtigt habe, lerne ich seinen Bruder Martin und seine reizenden Eltern kennen. Der Vater erzählt mir alte Geschichten aus der Nachkriegszeit, als er in zivilem Einsatz in Deutschland war. Sein Deutsch ist bemerkenswert gut, er ist 87 Jahre alt!
Am Abend besuchen wir gemeinsam das örtliche Pub in Emerald. Das Essen ist sehr lecker und wir haben soooo viel Spaß!
Morgen werden wir uns von unseren Freunden verabschieden. Das wird sehr schwer fallen. Doch Silvester wollen wir in der City feiern.
Hier noch unser Gruppenfoto mit Buddha, dem tanzenden Känguruhs-Hund!

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Melbourne

Sonntag, 29.12.2013
29.12.
Wir finden meinen alten Wohnort Upwey fast unverändert. Das Haus in den Bergen liegt, umrahmt von ein paar mehr Häusern immer noch traumhaft im Eukalyptuswald.
Je näher wir jedoch der Innenstadt kommen, desto unheimlicher wird es mir. Wir fahren zuerst zum alt-ehrwürdigen St. Kilda Kunsthandwerkermarkt. Viel ist nicht übrig geblieben. Zwar gibt es den einen oder anderen wirklichen Kunst-Handwerker, jedoch wird zumeist Mainstream -Kitsch angeboten. St.Kilda war vor 20 Jahren ein Treffpunkt für Reisende, Rotlicht- und Drogenzentrum, eine live-Music -Kneipe nach der anderen, ein bisschen vergleichbar mit St. Pauli in Hamburg, nur mit Palmen und traumhaftem Strand. Was ist übrig geblieben: ... schicke Boutiquen, hippe Cafes, eat-in's und jede Menge Geldautomaten. Der Strand ist zugegebenermaßen noch schöner als früher, so what!
Das Stadtzentrum Melbournes hat fast gar nichts mehr mit meinen Erinnerungen zu tun. Wo vor 22 Jahren ca. 15 Wolkenkratzer standen sind es heute 150. Die Highways und Freeways durchpflügen die Innenstadt auf drei Etagen, so dass du nicht mehr weißt, wo vorne, hinten, oben und unten ist.
Beim Victoria Market ist die Lage noch etwas originaler, obwohl inzwischen auch viel asiatischer Ramsch vertickt wird. Wir shoppen ein wenig, natürlich vor allem tote Fische.

Mit denen versuchen wir abends, Phil und Wendy zu verwöhnen. Geht ganz gut!!!

Wir haben nach dem Essen zum ersten mal die Gelegenheit, das Ausmaß ihres Grundstückes zu begutachten. Phil will uns die Entdeckung des Wombat-Baus zeigen. Wir benötigen allerdings Wendys Jeep dafür, der Weg wäre zu Fuß viel zu weit. So bekommt Amelie ihre erste Off-Road Erfahrung, sie darf den 4WD durch das sehr unwegsame Gelände pflügen. ... Und macht das sehr gut!
Die Zeit hier oben in den Bergen tut uns sehr gut. Es ist ein weiteres Paradies, ein sehr reales noch dazu.
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